Lasst uns die Polizeistelle in Göppingen in einen „Sicherheitscampus“ umwandeln

Zu „Sicherheitslage bleibt heißes Eisen“ vom 30. Juni

„Was muss passieren, damit wir endlich mal gehört werden?“ Bei diesem Satz dachten wir erst, es ginge um die Helfenstein-Klinik. Dem war aber nicht so. Rudi Bauer, Stadt- und Kreisrat aus Göppingen, äußerte sich zur problematischen Sicherheitslage in Göppingen.
Die Polizei ist unterbesetzt, es fehlt an Personal und neun Stellen sind nicht besetzt. Das kommt uns als Aktionsbündnis für den Erhalt der Helfenstein-Klinik bekannt vor. Daher unser Vorschlag unter Berücksichtigung dreier intern erstellter Gutachten (Daten zur Situation in Göppingen sind geschätzt, da uns keine nach Revier aufgeschlüsselten Daten vorliegen): Wir wandeln die Polizeistelle in Göppingen in einen „Sicherheitscampus“ um und bündeln die Polizei-Leistungen in einem Leuchtturm-Projekt in Geislingen. Bei der geringen nächtlichen Fallzahl an Einsätzen reicht zudem ein Angebot in Göppingen von 9-17 Uhr. Zudem ist eine Bündelung des Angebotes an einer zentralen Stelle, in Geislingen, eine Aufwertung für den gesamten Landkreis. Die Göppinger Polizeiwache weist dazu noch einen erheblichen Investitionsbedarf auf, mindestens 50 Millionen Euro.
Wir in Geislingen würden dann eine tolle, große Polizeiwache mit neuester Technik, für über 400 Millionen Euro bauen. Damit die bestehenden Räume nicht ungenutzt bleiben und die Göppinger und Göppingerinnen zumindest das Gefühl haben, es werde dennoch etwas für ihre Sicherheit getan, richten wir im Polizeirevier in Göppingen neben dem tagsüber besetzten Polizeiposten eine „Praxiswache“ ein. Dort werden Sicherheitstrainings und Selbstverteidigungskurse angeboten, und es wird angestrebt, Räume an private Sicherheitsfirmen zu vermieten. Ein bisschen seid Ihr ja auch selbst schuld. Ein Marktanteil der Göppinger Polizei von gerade einmal 30 Prozent lässt nicht auf eine tiefe Verwurzelung in der Bevölkerung schließen.
Einwände? Wir wissen schon, was gut für Euch ist! Gerade weil wir die Sicherheitslage im ganzen Kreis im Blick haben, müssen wir so entscheiden! Ach ja: „Eine Polizei, zwei Standorte“ war übrigens nie ein Versprechen, sondern lediglich politischer Wille!

Liebe Göppinger und Göppingerinnen, das war natürlich nicht ernstgemeint. Die Sicherheit im Unteren Filstal ist nicht verhandelbar! Genau so wenig wie die Gesundheit im Oberen Filstal und auf der Alb!

Aktionsbündnis „Erhalt der ­Helfenstein-Klinik“, Maximilian Erhardt, Holger Schrag, Ludwig Kraus, Geislingen

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